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Blogbeiträge

Wie Kinder spielerisch eigenständig werden: Tipps von Autorin Barbara Weber-Eisenmann




Kann mein Kind das schon? Kann ich ihm zutrauen, sich allein anzuziehen, die Zähne zu putzen, das Zimmer aufzuräumen oder eigene Ideen bei Langeweile zu entwickeln? Solche und ähnliche Fragen beschäftigen viele Eltern.


In unserem heutigen Interview durfte ich der Autorin Barbara Weber-Eisenmann einige Fragen über die Stärkung der Eigenständigkeit von Kindern stellen. Mit ihrem neuen Elternratgeber "Ich kann das schon" bietet sie Eltern wertvolle Tipps und Einblicke, wie sie ihre Kinder spielerisch in den Alltag einbinden können, um deren Autonomie zu stärken. Darüber hinaus zeigt sie auf, wie Eltern dabei selbst von mehr Entspannung und Freiraum profitieren können. Erfahrt, wie Eltern ihren Kindern helfen können, eigenständiger zu werden, und gleichzeitig ihren eigenen Zeitdruck reduzieren können.


Liebe Barbara, welche konkreten Alltagsaufgaben eignen sich besonders gut, um Kinder spielerisch in ihre Eigenständigkeit zu stärken?


Da gibt es wirklich viele. Anziehen, Jacke aufhängen, in pflegerische Dinge einbeziehen wie Hände waschen, welche Zahnpasta möchtest du, welche Farbe hat die Zahnbürste, Socken sortieren, die Wäsche in die Waschmaschine werfen, den Tisch decken, kleine Aufgaben beim Einkaufen („Kannst du bitte suchen, wo es dein Müsli gibt?“) usw.



Wie können Eltern sicherstellen, dass sie ihre Kinder bei der Bewältigung von Aufgaben angemessen unterstützen, ohne dabei den Druck auf das Kind zu erhöhen?


Ermöglichen, dass das Kind die Aufgabe auch gut bewältigen kann, also zum Beispiel, dass das Kind selbstständig an alle Materialien, die es dafür benötigt, kommt. Erklären, was die Aufgabe beinhaltet, vorleben und vormachen, das Kind fragen, welche Lösung es hat, konkret fragen, welche Fragen das Kind hat bzw. was es von einem Erwachsenen braucht, um die Aufgabe erledigen zu können.



Welche Rolle spielt die kindliche Entwicklung bei der Auswahl und Umsetzung von Aufgaben, die Kinder selbstständig bewältigen können?


Eine sehr große. Das Kind muss kognitiv und motorisch in der Lage sein, die entsprechende Aufgabe erledigen zu können, ansonsten führt dies nur zu unnötigem Frust und Demotivation.



Welche Strategien empfiehlst du Eltern, um ihren Kindern das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu stärken und sie zu ermutigen, neue Herausforderungen anzunehmen?


Ihnen viel zuzutrauen. Bei Misserfolgen ermutigen, es noch einmal zu versuchen, anstatt mit Sprüchen zu kommen wie „Das habe ich doch gleich gesagt, dass es nicht klappt“. Generell das Kind zu stärken mit Sätzen wie „Du schaffst das“, „Prima, du hast ganz alleine den Tisch gedeckt, ich mag die bunten Servietten sehr“, „Ich glaube an dich“ und natürlich „Ich liebe dich!“



Kannst du Beispiele teilen, die zeigen, wie Kinder durch die Einbindung in Alltagsaufgaben nicht nur ihre Selbstständigkeit entwickeln, sondern auch zu einem entspannteren Familienleben beitragen?


Gerne. Wenn Aufgaben geteilt werden, haben die Eltern mehr Zeit zum Spielen zum Beispiel. Es bleibt nicht alles an einer Person (in der Regel einem Elternteil) hängen, sondern es verteilt sich und entspannt somit dieses Elternteil. Es gibt weniger Streit (zum Beispiel um hingeworfene Klamotten an der Garderobe, wenn die Sachen an die Kindergarderobe gehängt werden) und Aufgaben erledigen sich viel schneller.


Barbara Weber-Eisenmann ist Pädagogin, Bloggerin https://pebbles-paedagogik.de und Mutter. Als langjährige Leiterin in Kita und im Grundschulbereich sowie als Influencerin weiß sie, welche Sorgen und Fragen Eltern bei der Begleitung ihrer Kinder besonders beschäftigen. 

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